{"id":194,"date":"2012-02-10T06:38:20","date_gmt":"2012-02-10T05:38:20","guid":{"rendered":"http:\/\/new.billys-reisen.de\/?page_id=194"},"modified":"2022-05-12T22:19:17","modified_gmt":"2022-05-12T20:19:17","slug":"bengasi","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/billys-reisen.de\/?page_id=194","title":{"rendered":"R\u00e4tselraten um Benina &#8211; <br>Was geschah wirklich auf dem Flughafen von Bengasi?"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_803\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/billys-reisen.de\/?attachment_id=803\" rel=\"attachment wp-att-803\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-803\" class=\"size-medium wp-image-803\" title=\"HPIM7985\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/billys-reisen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/HPIM79851.jpg?resize=300%2C223\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/billys-reisen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/HPIM79851.jpg?resize=300%2C223 300w, https:\/\/i0.wp.com\/billys-reisen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/HPIM79851.jpg?resize=150%2C111 150w, https:\/\/i0.wp.com\/billys-reisen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/HPIM79851.jpg?resize=1024%2C763 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/billys-reisen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/HPIM79851.jpg?w=1280 1280w, https:\/\/i0.wp.com\/billys-reisen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/HPIM79851.jpg?w=1920 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-803\" class=\"wp-caption-text\">Banger Blick gen Himmel &#8211; Rebell in Bengasi (10.03.2011)<\/p><\/div>\n<p><strong>M\u00e4rz 2011: <\/strong>Es gibt keinen Zweifel &#8230; \u00dcbereinstimmend vermelden internationale Medien nach dem 21. Februar 2011, dem Tag der &#8222;Befreiung&#8220; Bengasis von der Gaddafi-Herrschaft, der internationale Flughafen liege in Tr\u00fcmmern. Bombardiert! Selbst die \u00e4gyptische Regierung, besorgt um Hunderttausende Gastarbeiter im Nachbarland, wei\u00df sich keinen Rat, wer den vermeintlichen Schaden verursacht haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Bisher f\u00fcr \u00d6ffentlichkeit und Presse gesperrt, hat sich nun erstmals ein westlicher Beobachter ein Bild von der Lage vor Ort gemacht. Ohne Genehmigung &#8230; Von der S\u00fcdseite bedeckt eine mannsgrosse Mauer den Blick auf die weite Ebene. Die L\u00fccken in der Absperrung wurden notd\u00fcrftig mit Schutt und Stacheldraht versperrt. In 500 Metern Entfernung sind zerst\u00f6rte Flugzeuge zu sehen &#8211; alter Schrott, wie sp\u00e4ter zu erfahren ist. Ganz in der N\u00e4he: Zwei ramponierte Busse. Einer komplett ausgebrannt, der andere mit sichtbaren Spuren von Sch\u00fcssen und Steinw\u00fcrfen.<\/p>\n<div id=\"attachment_811\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/billys-reisen.de\/?attachment_id=811\" rel=\"attachment wp-att-811\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-811\" class=\"size-medium wp-image-811\" title=\"HPIM8027\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/billys-reisen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/HPIM80272.jpg?resize=300%2C223\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/billys-reisen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/HPIM80272.jpg?resize=300%2C223 300w, https:\/\/i0.wp.com\/billys-reisen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/HPIM80272.jpg?resize=150%2C111 150w, https:\/\/i0.wp.com\/billys-reisen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/HPIM80272.jpg?resize=1024%2C763 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/billys-reisen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/HPIM80272.jpg?w=1280 1280w, https:\/\/i0.wp.com\/billys-reisen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/HPIM80272.jpg?w=1920 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-811\" class=\"wp-caption-text\">Der Besuch des Flughafens ist f\u00fcr \u00d6ffentlichkeit und Presse untersagt. Die Zug\u00e4nge sind versperrt, es patrouilliert das Revolutions-Milit\u00e4r. (11.03.2011)<\/p><\/div>\n<p>Osama Liksiri, bis zum 21. Februar Mitarbeiter auf dem Gel\u00e4nde, best\u00e4tigt die Erz\u00e4hlungen, die auf den Stra\u00dfen im befreiten Ost-Libyen kursieren. W\u00e4hrend noch am 13. Februar unbeschwerter Normalbetrieb geherrscht habe, sei bereits am 17. Februar, dem Tag blutiger Gewalt in Bengasi, ein Flugzeug aus dem s\u00fcdwest-libyschen Sabha mit &#8222;schwarzafrikanischen Zivilisten&#8220; an Bord auf der Rollbahn gelandet. Ihre Kleidungsst\u00fccke seien noch Tage sp\u00e4ter zu besichtigen gewesen &#8211; eingeweicht vom Regen, zur\u00fcckgelassen auf dem Landefeld. Fotos dokumentieren es. In Windeseile seien die M\u00e4nner in Milit\u00e4runiformen gesteckt worden und mit Waffen in Richtung Stadt gefahren. Hunderte libyscher Demonstranten h\u00e4tten den Tod gefunden, hei\u00dft es \u00fcberall. Die Entscheidung von Armee und Polizei, den Gewaltbefehl aus Tripolis gegen das eigene Volk nicht l\u00e4nger auszuf\u00fchren, h\u00e4tte die entscheidende Wende gebracht. Fluchtartig seien die Busse mit den Afrikanern und anderen Gefolgsleuten Gaddafis zur\u00fcck zum 20 Kilometer jenseits des Stadtrands befindlichen Flughafen gefahren. Es habe absolutes Chaos geherrscht, best\u00e4tigen auch andere Ex-Angestellte des Luftlandeplatzes. Vier Milit\u00e4rflieger und ein Jumbo der staatlichen &#8222;Afriqiya&#8220; seien noch am Nachmittag Richtung Tripolis abgehoben, bevor die mittlerweile bewaffneten Regierungsgegner das Gel\u00e4nde einnahmen.<\/p>\n<p>Nach dem Sieg kam die Angst. Die Rebellen sind in Sorge, der nicht geschlagene Diktator k\u00f6nne nochmals Truppen einfliegen lassen, um seine Herrschaft zu konsolidieren. Nicht von ungef\u00e4hr ist bis heute das gesamte Areal mit Luftabwehrgesch\u00fctzen abgesichert. &#8222;Warum bringst Du uns und vor allem Dich selbst in schwerwiegende Probleme?&#8220;, fragt General Ahmed Ferjani, wie Gaddafi aus der Sirt-Region stammend. Er hat jetzt die Befehlsgewalt \u00fcber den vermeintlichen &#8222;deutschen Spion&#8220;, der unerlaubt das gro\u00dfe Geheimnis von Bengasi zu l\u00fcften suchte. Und einfach hat er es nicht: Manche seiner Kameraden vom Revolutionskomitee wittern eine Verschw\u00f6rung &#8211; und die Untersuchung wird bis morgen Abend andauern. &#8222;Wir haben diesem Mann nie etwas getan&#8220;, sagt Ferjani traurig, &#8222;aber Gaddafi will uns nicht frei lassen&#8220;. Er hat Tr\u00e4nen in den Augen &#8211; allem milit\u00e4rischen Drill zum Trotze. Das Ger\u00fccht \u00fcber die Zerst\u00f6rung des Flughafens w\u00e4re bewusst gestreut worden, um jeden Gedanken an eine R\u00fcckeroberung mittels Luftbr\u00fccke im Keim zu ersticken.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine Normalisierung ist die Lage denkbar schwierig. So gerne die neue Oppositionsregierung nun auch Hilfsg\u00fcter per Luft einfliegen w\u00fcrde, so wenig wahrscheinlich ist dieses Szenario: Die Vertreter der neuen (Un-)Ordnung von Bengasi geben offen zu, dass jedes Flugobjekt vom Boden aus einen Angriff zu erwarten h\u00e4tte. Es herrscht keine zentrale Koordination. Das Erlebte ist noch zu wach. Und der Finger am Ausl\u00f6ser zu locker.<\/p>\n<p style=\"font-size: 10pt; width: 300px; float: left; padding: 5pt;\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" style=\"width: 300px; float: right;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/billys-reisen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/LochInScheibe.jpg?w=640\" alt=\"\"><br \/>\n<span>Anders als aus den internationalen Medienberichten verlautbart, ist der Flughafen Benina Ende Februar nicht bombardiert worden. Zerschossene Busse und alte Flugzeuge liegen herum. Die Rollbahnen &#8211; mit Flugabwehrgesch\u00fctzen vollgestellt. Das Milit\u00e4r hat sich eingerichtet. (11.03.2011)<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p style=\"font-size: 10pt; width: 300px; float: right; padding: 5pt;\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" style=\"width: 300px; float: right;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/billys-reisen.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/ausgebrannterBus.jpg?w=640\" alt=\"\"><br \/>\n<span>Nach \u00fcbereinstimmenden Vor-Ort-Berichten sollen in derartigen Bussen &#8222;afrikanische S\u00f6ldner&#8220; nach Bengasi und wieder zur\u00fcck gefahren worden sein, bevor sie sich mit Flugzeugen und Hubschraubern zur\u00fcckzogen. (11.03.2011)<br \/>\n<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00e4rz 2011: Es gibt keinen Zweifel &#8230; \u00dcbereinstimmend vermelden internationale Medien nach dem 21. Februar 2011, dem Tag der &#8222;Befreiung&#8220; Bengasis von der Gaddafi-Herrschaft, der internationale Flughafen liege in Tr\u00fcmmern. Bombardiert! 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